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V I S I O N K R A F T L E I D E N S C H A F T P U L S T E M P O F R E U D E N A T U R

Donnerstag, 19. Januar 2017


1 x auf den Bericht klicken, dann ist der Triumph lesbar
Gelnhäuser Neue Zeitung, 19.1.2017

Gelnhäuser Neue Zeitung, 21.1.2017



Freitag, 13. Januar 2017

Sportlerwahl des Gelnhäuser Tageblatts - Julia Ertmer auf Platz 2

Knapp geschlagen und trotzdem erfolgreich - Julia Ertmer vom Team Spessartchallenge belegt bei der diesjährigen Wahl zu Sportlerin des Jahres nach Barbara Schaal vom Schwimmerin Gelnhausen einen super zweiten Platz. Auf dem dritten Platz landete die in Gelnhausen lebende Marathonläuferin Fate Tola. Bei ihrem Martahondebüt lief Tola in 2:25,41 Std. als Gesamtzweite durch das Zielbanner in der Frankfurter Festhalle.


"Ich freue mich riesig über die Auszeichnung. Es ist toll zu wissen, dass die Leserschaft des Gelnhäuser Tageblatts mich so unterstützt hat bei der Wahl. Meine sportlichen Erfolge mit der Mannschaft und als Einzelsportlerin sind die eine Seite, aber die Presse darüber ist ebenfalls ein Faktor, den TV BAD ORB, uns Athleten und vor allem meiner Lieblingssportart Triathlon Beachtung zu schenken. Gerne sage ich an dieser Stelle deshalb DANKE... meinen Sponsoren, dem TV BAD ORB und allen Lesern und Freunden!" 

Startet für die LG Braunschweig: Fate Tola beim Zieldurchlauf in Frankfurt

Sonntag, 8. Januar 2017

Julia Ertmer als Sportlerin des Monats nominiert bei der GNZ-Sportlerwahl 2016!!!

Julia Ertmer ist von der Gelnhäuser Neuen Zeitung nominiert als Kanidatin zur Sportlerwahl des Jahres 2016! 
Zu Recht, denn: Die Liste ihrer Erfolge ist lang... Dafür quält sich die ambitionierte Kämpferin vom Team Spessartchallenge TV BAD ORB bis zu 20 Stunden wöchentlich in ihrer Freizeit, um an den Wochenenden auf etlichen Wettkämpfen die "Keule" auszupacken. Aufgeführt sind im folgenden Julias Duathlon- und Triathlon-Erfolge. Darüber hinaus glänzt sie immer wieder bei Laufwettkämpfen, ihrer Leidenschaft seit Kindestagen. 

Julia Ertmers Erfolge im Jahr 2016: 

Erfolgreich bei Sonnenschein...
Vizemeisterschaft Regionalliga Mitte mit dem Damenteam und Aufstieg in die 2. Bundesliga (dabei Tagessiege Einzelwertung in Darmstadt und Worms durch Julia)
Europameisterin Duathlon Sprint – Altersklasse W30
Gesamtsieg Hessenmeisterschaft Duathlon
Gesamtsiegerin Kinzigtal Triathlon
Gesamtplatz 4 bei der Challenge Heilbronn über die halbe Ironman-Distanz 
Deutsche Meisterin MItteldistanz W30
Gesamtsieg beim Platz beim Velburg Kirchweih Triathlon
Gesamtsieg Twistesee-Triathlon 
Deutsche Meisterin Kurzdistanz W30 in Immenstadt
Vize-Europameisterin Mitteldistanz am Walchsee W30


Erfolgreich... auch bei Kälte!
Mit Julia Ertmer hat der TV BAD ORB ein heißes Eisen im Feuer bei der Wahl zum Sportler des Jahres 2016!!! Klickt Julia Ertmer zum Sieg...
Bis zum 16. Januar easy via Internet: 

Samstag, 7. Januar 2017

2017 ist da!


Vier Teams bereiten sich auf die Saison vor:

2. Bundesliga Damen - Regionalliga Herren - 1. Hessenliga Damen - 2. Hessenliga Herren


Bald geht es los mit Berichten und Wettkampfergebnissen. Zudem stellen wir unsere Neuzugänge vor. Demnächst hier.


Samstag, 24. Dezember 2016

Frohe Weihnachten und einen tollen Jahreswechsel wünscht das Team Spessartchallenge

Ein erfolgreiches Triahtlonjahr geht zu Ende. Neben den vielen Kilometern, die wir in glasklarem Wasser verbracht haben - durch saubere Luft geradelt sind  - durch tolle Naturlandlandschaften gelaufen sind - haben wir vor allem Spaß an der Bewegung und am Beisammensein gehabt.  Nicht nur innerhalb des Team Spessartchallenge, sondern auch mit anderen Sportlerinnen und Sportlern, mit denen wir auf unserem Planeten sein dürfen.

Das Team Spessartchallenge wünscht allen Sportlern und Vereinen jenseits des Triathlonsports schöne Weihnachten und einen tollen Jahreswechsel.

Und noch ein ganz besonderer Dank an alle Förderer unserer Teams. ThankYOU!






Montag, 5. Dezember 2016

Erfolgreiche Orber Triathleten beim Frankfurter Nikolaus Duathlon

Julia Ertmer & Florian Brosch siegen auf verschiedenen Distanzen - 
Julia  Nikoolpolous & Jürgen Metzler holen Silberränge

Schon kurz nach dem Startschuss zeigte sich, wer im Mittelpunkt des Geschehns steht.

Für manche ein erster Formtest, für andere ein Kaltstart zum Trainingsauftakt für die neue Saison und für wieder andere einfach nur aus Freude am Sport, der Frankfurter Nikolaus Duathlon erfreut sich bei den Triathleten des Teams Spessartchallenge TV BAD ORB alle Jahre wieder einer großen Beliebtheit. So auch in diesem Jahr, als am 4. Dezember eine ganze Scharr an Kurstädtern im Ginnheimer Wäldchen um die Platzierungen kämpfte. Bei glirrender Kälte und Sonnenschein tobten sich die Athleten auf zwei Wettkampfdistanzen aus. Auf der kürzeren Strecke standen für Julia Ertmer, Jürgen Metzler, Kristin Riess und Adi Kohr 2,5km Laufen, 15km Crossradfahren und erneut 2,5km Laufen auf dem Programm.


Lächeln trotz Kälte: Kristin Riess!!!

Mit Peter Amend und Ramona Walz tümmelten sich zwei weitere TV-Mitglieder in der Startliste. Beide geben in Sachen Liga-Sport für den ADAC Sportclub Gelnhausen ihr Bestes, so auch beim Nikolaus Duathlon. Mit Julia Nikolopolous, Gatte Alexander Nikolopolous sowie Florian Brosch und Neumitglied Simon Brend'Amour standen ambitionierte Starter des TV Bad Orb an der Startlinie des Classic-Rennens über die längeren Distanzen von 5km Laufen, 22,5km Crossradfahren und 2,5km Laufen. 


Metzler mit der verdienten Zielverpflegung!!!

Julia Ertmer, die am Tag zuvor noch mit 38:11min über 10km ein tolles Ergebnis bei der Winterlaufserie im Rodgau hingelegt hatte, machte es den Herren im Rennen schwer und forderte diese von Anfang an heraus. Einer davon Teamkollege Jürgen Metzler, der Mühe hatte, Ertmers starken Auftritt in Laufschuhen mit einem Husarenritt auf dem Rad zu kontern. Ertmer bereit sich aktuell mit intensivem Schwimmen auf die Saison in der zweiten Triathlon Bundesliga mit dem Orber Damenteam und den Ironman Frankfurt vor.Umso mehr freute sich Ertmer über ihre starke Laufperformance. Kein Mitstreiter war beim Laufen schneller als die Orberin. 


Ertmer Happy!
Für Metzler war der Nikolaus Duathlon ein Kaltstart nach der verdienten Saisonpause nach dem Frankfurt Marathon, bei dem er sich nach 10 Starts in Folge seine ewige Startnummer gesichert hat. Dafür lief es für ihn - vor allem auf dem Rad - sehr gut.


Tempobolzen auf dem Rad
Mit der schnellsten Radzeit über die 15km musste er sich nur dem Gesamtsieger Stefan Teichert aus Heidelberg im Ziel geschlagen geben. Ertmer war - als souverän Führende der Frauenwertung - Metzler beim zweiten Lauf auf den Fersen, konnte diesen jedoch nicht mehr einfangen und sicherte sich neben dem sieg in der Frauenwertung sogar den Bronzerang der Gesamtwertung. Adi Kohr (Platz 25) und Peter Amend (Platz 30) genossen das Rennen mit Windaschattenfreigabe und fuhren gemeinsam Rad, Kohr hatte beim abschließenden Lauf etwas die Nase vorn. Krsitin Riess (Platz 17) holte mit ihrer Leistung den Bronzerang in ihrer Altersklasse, Ramona Walz (Platz 16) errang Silber in der Altersklassenwertung.

Über die längere Distanz sicherte sich Florian Brosch in einem traditionell stark besetzten Starterfeld den Gesamtsieg. Dieser war keinesfalls leicht errungen. Mit Auftaktläufen zwischen 16 und 17min für 5km legten die stärksten Läufer schon klurz nach dem Start eine Marschroute vor. 

Radspezialist Alexander Nikolopolous und TV-Neumitglied Simon Brend'Amour versuchten mit allen Kräften auch beim Laufen mitzuhalten. Auf dem Rad wurde das Tempo dann auf den drei zu absolvierenden Runden weiter extrem hoch gehalten. Mit einem starken zweiten Lauf gelang es Florian Brosch letztlich eine 20 sekündige Führung auf die Konkurrenz herauszuholen. 

Die Teamkollegen Nikolopolous (Platz 6)und Brend'Amour (Platz 14) setzten sich in der Endabrechnung mit ihren Lesitungen in den Top15 fest. Julia Nikolopolous musste sich im Rennen der Frauen um circa eine Minute Anna Schloß aus Darmstadt geschlagen geben. Die Orber Cross-Spezialistin feierte einen  Silbernen Gesamtrang in der Frauenwertung und scherzte nach dem Rennen über das mangelnde Engagement des starken Geschlechts im Radpart:

"Ständig hatte ich irgendwelche Männer am Hinterrad, können die nicht auch mal vorne fahren?"

Ständig Männer im Schlepptau, Julia Nikolopoulous
Endlich alle Männer abgehängt - Gesamtzweite: Julia Nikolopolous

Adi Kohr auf dem Radkurs

Simon Brend' Amour beim zweiten Lauf

Mit höllischem Tempo über den Radkurs
Alex Nikolopolous im Wiegetrit
Flo auf dem Weg zum Sieg
und beim Siegerinterview

Samstag, 19. November 2016

Slowtwitch Interview mit Tim Stutzer





Tim Stutzer macht Schluss mit Langdistanz - das nahm das amerikanische Triathlonportal zum Anlass dem alten Herren mal auf den Zahn zu fühlen. Hier die Übersetzung aus dem Englischen mit sicherlich einigen Tippfehlern, für die vorab Entschuldigung ausgesproche sei.

"Tim Stutzer macht seit Ewigkeiten Triathlon aber seine Knie zwingen ihn zum Aufhören. Kann aber sein, dass das gar nix Schlimmes ist, sondern der Weg zu was Neuem.


Slowtwitch: Tim, danke, dass Du Dir die Zeit nimmst. 

Tim Stutzer: Es ist mir ein Vergnügen und eine Ehre, den Anruf von Dir zu bekommen, Herbert.


ST: Wobei erwische ich Dich denn gerade?

Tim: Bin gerade dabei, die Weihnachtsgeschenke für meine Mädels zu basteln. Kann also nicht drüber reden.

ST: Zuerst, was machst Du beruflich?

Tim: Bin seit zweieinhalb Jahren bei der Europaeischen Zentralbank und habe dort beim Aufbau der Europäischen Bankenaufsicht geholfen. Als Jurist war das in so einigen Bereichen. Und mit allem, was in Europa derzeit passiert angefangen bei Griechenland, dem BREXIT im Sommer und zuletzt der US-Wahl ist da wirklich viel interessantes los.
 sure!

ST: Als wir uns im Oktober in Kona gesprochen haben, sagtest Du, Kona werde Deine letzte Langdistanz. Ich glaube, Deine Knie spielen nicht mehr mit, korrekt?


Tim: Ja, das war’s! Die Knie zicken seit 10 Jahren und nach zwei blöden Unfällen waren meine Innenmenisken drei Mal unterm Messer, einmal links, zweimal rechts.  Und das Laufen macht es eben nicht besser. Habe die Kona Quali in Wales letztes Jahr mit minimalem Laufumfang gemacht, aber bei Geschwindigkeiten schneller als 4min/km oder langen Läufen über 90min macht es keinen Spaß mehr. Danach humpele ich die Treppe hoch.
Und auch wenn ich ja eher ein stärkerer Radfahrer war als Läufer, must du den Vorsprung in T2 dann doch noch bis ins Ziel halten. Also war es Zeit, das Kapital LD dieses Jahr abzuschließen. Glücklicherweise war das mit zwei epischen „Rennen“ verbunden: Celtman und Kona.


Tims letztes Finish in Kona?
ST: Wirklich, nie wieder?

Tim: Klar sollte man sollte niemals nie sagen! Was schon bei Sean Connery so.

ST: Ich Weiss, Du machst ewig Triathlon, aber Dein Herz hast du doch auf dem Fahrrad gelassen, oder?

Tim: Klar hat das alles mit radeln angefangen. Die Wälder rund um Bad Orb waren mit der ersten Generation von MTBs in den späten 80er und frühen 90er Jahren unser Spielplatz. Das Radeln hat vieles möglich gemacht, auch im Triathlon und ich muss zugeben: Ich bin schon stolz darauf, einen IM-Radstreckenrekord zu halten vom Ironman UK 2008.

ST: Wann hat das mit Triathlon angefangen und was hat dich inspiriert?


Tim: Mein erstes Rennen: Köln, 14. September 1985 am Tag vor der ersten in Europa geplanten Langdistanz. Mein Vater und mein 11 Jahre altes ich sind da auf eine Reise von 350m schwimmen, 25km radeln und 8km laufen aufgebrochen. Das war der Anfang, also hat mich mein Vater an die Nadel geholt. Aber wirklich dran an der Nadel war ich da noch nicht. Die 80er und 90er über waren es nur sporadisch Triathlons, hab mehr Tennis gespielt.
Ironman kam erst nach Ende des Studiums und nachdem mein bester Kumpel 1999 seinen gemacht hatte. Wie haben dann 2001 für Roth gemeldet und hatten einen Riesenspaß! Dann, 2002 zog der Ironman nach Frankfurt um, keine 100m wohnte ich weg von der Laufstrecke. Also musste ich den auch machen. So richtig Blut geleckt aber hatte ich erst, nachdem ich 2006 zum ersten Mal mit einem Trainer zusammengearbeitet hatte und sah, dass ich doch tatsächlich was reißen konnte. Dann ging es richtig los.



ST: Wie oft warst Du den in Kona, wann zum ersten Mal?

Tim: 2016 war das 5.
Mal. 2004 war ich zum ersten Mal hier, allerdings als Begleitung meines Vaters. Wir haben dann zusammen den Xterra auf Maui gemacht. Meine erste Teilnahme war dann 2007 - über ein Weihnachtsgeschenk 2006 – Lotterieticket. Danach hab ich es mehrfach versucht, hier ein Rennen zumachen. Bin aber jedes Mal geschmolzen, egal wie gut ich in Form war. Hitze ist einfach nicht mein Ding, das hab ich auf die harte Tour gelernt.

ST: Und, hat sich Kona über die Jahre verändert?

Tim: Aber sicher hat es das. So sehr, dass ich nicht wirklich weiss, wo ich anfangen soll. Aber sagen wir mal so: Über die letzten 12 Jahre hat das Rennen versucht, mit dem wachsenden Sport Schritt zu halten. Ich glaube allerdings, dass ist nicht gelungen. Mit jetzt fast 40 Qualifikationsrennen gibt es weltweit immer mehr „Infizierte“. Folgerichtig ist, dass das Feld in Kona immer besser wird und der Durchschnittsathlet eine ganze Ecke schneller ist, als er das vor 10 Jahren war. Die Bilder von Radstrecke aus diesem Jahr sprechen doch für sich selbst. Tut mir leid, das sagen zu müssen, aber Kona als „Rennen“ kann ich nicht mehr empfehlen. Man kann es – wie so viele – der Erfahrung wegen machen, aber darf leider kein faires Rennen erwarten. Kona 2016 bedeutete außerhalb der Top50 entweder, im Pulk mitzuschwimmen oder jegliche Chancen auf eine vordere Platzierung schon auf dem Rad dranzugeben. Nut gut, dass ich meine Entscheidung schon weit vorm Rennen hatte treffen müssen. Sonst wäre ich stinksauer gewesen!

Teils liegt das an der Einstellung der Athleten, klar. Ein Teil der „Typ 1 personalities“ die Triathleten allgemein sind, wird so einiges für ein gutes Ergebnis tun. Der größte Teil der Verantwortung aber liegt beim Veranstalter. Das könnte und muss mehr getan werden! Das allerdings gilt nicht nur für Kona, sondern für alle Rennen mit flachen Kursen und mehr als 2.000 Startern bspw. Barcelona, Brasilien, Cozumel oder eben Florida. Überall dort ist das Rennen auf der Radstrecke weit, weit entfernt vom in den Regeln stehenden Einzelzeitfahren.
Zusammengefasst: Es muss etwas getan werden, um das Rennen zu retten!

Wellenstarts nach Altersklassen, erheblich mehr Kampfrichter, höhere Zeitstrafen für Drafting eventuell sogar die Aufteilung des Rennens auf zwei Tage sollten alle einmal genau geprüft werden.
Ich muss aber gestehen: Ich denke nicht, dass sich substanziell etwas tun wird in den kommenden Jahren. 



ST: Zu einem anderen Thema: Doping. Denkst du, dass Doping im Altersklassensport weit verbreitet ist?

Tim: Ich denke, Doping ist ein großes Problem in unserem Sport. Erstens ist Triathlon eine Kombination dreier Ausdauersportarten – also ideal für Doping. Zudem saugt einen die Langdistanz durch das viele Training extrem auf. Es dominiert Dein Leben so, wie es kaum ein anderer Sport macht. Und dann ist der Kona slot in Deiner peer group sowas wie der heilige Gral. Es gibt also einiges, was Athleten dazu bewegt, sich Doping zu überlegen. Zudem ist Triathlon ein Sport der Besserverdiener und das erforderliche Geld für eine EPO Kur ist nicht wirklich ein Problem. Zu alledem kommt eine Gesellschaft in der altern oft Krankheit begriffen wird, die man behandeln muss – bei Männern eben mit Testosteron.
Und auch wenn es seit 2012, als sie Kevin Moates erwischt haben, durch die WTC wohl Trainingskontrollen gibt, müssen es mehr werden. Die Jungs und Mädels sind einfach nicht so dumm, sich in der Rennwoche nach der Pasta Party positiv erwischen zu lassen!

ST: Wenn Du noch ein Rennen Machen könntest, welches wäre das? 

Tim: Wäre ein Duathlon, “City to Summit” in Scotland.
Ein langer Tag per pedes und pedale von Edinburgh durch die highlands zum Ben Nevis. Blöd bloß, dass das in toto 63 Laukilometer sind. Also ein leider nicht möglich.



ST: Rückblickend, welches Rennen bleibt am meisten im Gedächtnis?


Tim: Trotz Kona und einem 11. Platz beim Ironman UK 2008 wird das immer mein erster Ironman sein, 2001 in Roth. Aus vielen Gründen. Wenn Du mich um vier Uhr früh weckst ist das das einzige Rennen, dessen Endzeit (12:11:51h) ich Dir auf die Sekunde sagen kann. Ich werde nie vergessen, wie jemand versuchte mich da noch 20meter vorm Zeil niederzusprinten. Hat er nicht geschafft! Und dann ist auf dem Zielbild noch mein bester Kumpel drauf.
Dieser Tag ist der Grund, warum ich jedes Jahr im Juli nach Roth fahren und Gänsehaut bekomme, wenn ich die Abfahrt Allersberg von der A9 nehme.

Tim und Alex in Roth 2001. 
ST: Du bist ja noch vergleichbar jung und die Verletzungen spielten eine Rolle bei Deiner entscheidung jetzt Schluss zu Machen. Trotzdem schein es, als ob Deutsche einfach früher Schluss machen mit Triathlon als US-Amerikaner. Kannst du das bestätigen?


Tim: Dank Dir für das Kompliment, aber ich denke, es sind die Trainingsjahre, die hier zählen. Und da machen 18 Langdistanzen in 15 Jahre schon viel aus! Zur Frage: Ich denke, Deine Annahme ist korrekt, zumindest für diejenigen, die den Sport auf einem hohen Niveau betrieben haben. Viele dieser Athleten ziehen sich früher zurück als ihre amerikanischen Altersgenossen.
Woran das liegt? Zum Einen fangen sie hier früher an. Viele Studenten haben in den letzten 20 Jahren hier leistungsmäßig Triathlon betrieben. In den US Colleges fängt das gerade erst an. Einige dieser – vornehmlich - Jungs haben es zum Profi geschafft, viele aber „nur“ nach Hawaii.
Zweitens gründen Deutsche (Triathleten) zumeist später ihre Familie und wenn die Kinder in die Schule kommen wird die Zeit knapp. Wenn dazu noch der Job zeitintensiver wird als es die Uni war…
Drittens ist es, wenn Du mal ein entsprechendes Niveau – für einige eben knapp unterhalb der Profischwelle – angekommen bist schwer zu akzeptieren, dass sich mit dem älter werden auch die Art und Weise ändert, wie das Rennen abläuft, dort, wo Du Dich rumtreibst. Besonders gilt das für in der Breite hochkarätig besetzte Rennen, also ganz besonders für Kona. Bist Du einmal Mitte der 40er sitzt Du im Schulbus nach Hawi, ob Du willst, oder nicht. Für mich bedeuteten diese Busse, dass ich schlicht den Vorsprung in T“ nicht mehr haben würde, den ich bräuchte, um vor den Swim/Runners im Ziel zu sein. Habe mich deshalb – zumindest außerhals von Kona – auf Rennen konzentriert, die aufgrund der schweren Radstrecke noch faire Bedingungen bieten. Es ist sicher auch für andere desillusionieren zu sehen, wie so ein Ironman im „Mittelbau“ abläuft.


ST: Also, was steht als nächstes an? 

Tim: Glücklicherweise gibt’s ja eine ganze Welt da draußen mit Sportveranstaltungen, bei denen man nicht laufen muss. 2017 ists das erst mal das 24h-Rennen am Nürburgring im 4er Team, sicher Challenge Roth als Staffelradler und der Gran Fondo New York Germany in Hameln. Ist also noch was zu tun, bis mich der Golfvirus endgültig erfasst.





ST: Sonst noch was, das Du uns wissen lassen willst?

Tim: Klar! Ich arbeitete 2007 ein halbes Jahr land in San Diego und hatte mich dort dem Tri Club angeschlossen. Klasse Truppe und Freundschaften, die teils bis heute noch bestehen. Sechs Jahre später führte das über Umwege dann dazu, dass mich 2013 das Timex Team aufgenommen hat. Die haben jetzt „Ze German“ im Team. Wieder ein unglaubliche Truppe, bei der der sport nur der Aufhänger ist um viele weitere Gemeinsamkeiten zu finden und das ein oder andere Bier zu trinken. A propos Bier: Herbert, wir müssen unbedingt ein Pyraser Pils trinken, wenn Du nächstes Jahr nach Roth kommst!

ST: Also ich bin aber am 09. Juli schon zu einem Swim-Run im Engadin angemeldet.

Tim: Oh, dann musst du den wohl absagen. Wir sehen uns in Roth!

Montag, 7. November 2016

2017 - 2. Triathlon-Bundesliga - Wir kommen!

Ja, so freut 'man' sich auf die 2. Bundesliga im nächsten Jahr beim Team Spessartchallenge. Im Frühjahr gibts die ganze Mannschaft mit den Neuzugängen Anne Kaiser und Leonie Pless.



 







Sonntag, 30. Oktober 2016

Marathon - Bestzeit für Eric Rainer in der Frankfurter Herbstsonne



Ideale äußere Bedingungen erlebten die Athleten des Teams Spessartchallenge in der Mainmetropole.

Bei seiner 10. Teilnahme in Frankfurt rannte Jürgen Metzler mit seiner eigenen Startnummer raketenhaft in 3:02:50 Std. durch das Ziel in der Festhalle. Marathonneuling Eric Rainer schafft eine super Bestzeit, und die Teamstaffel absolviert die Strecke unter drei Stunden.



"Es ist wie es ist: Am Ende sind es immer 42,195 Kilometer. Und es ist stets ein Grenzgang! Zum 19. Mal gesamt und zum 10. mal in Frankfurt in Folge bin ich nun Marathon gerannt.

Ich kann es schon gar nicht mehr zählen, wie oft im Ziel eine 3:02 oder  3:03 stand. Heute war Eric mein Held...dass er am Ende bei seinem Debüt noch so kämpfen musste, zeigt, was Marathon  mit einem macht. Willkommen im Club!", so Metzler

Eric Rainer finsihte in 3:03:24 Std. und stellte eine erste persönliche Bestzeit auf, die bestimmt schon im nächsten Jahr verbessert wird.



"Ab Kilometer 38 war es soweit,  die zerstörerische Kraft des Marathons war da. Meine Beine waren fest wie Kruppstahl, aber das gehört dazu bei der ersten Teilnahme.
Ein Marathon ist ein Marathon, der endet erst hinter der Zielinie," erklärte Rainer stolz.

Die Staffel "SVG" (schön vorne gelaufen) mit der Besetzung Jean Marc Parzakowski, Sven Kailing, Egmont Pietruschka und Michael Lik läuft 2:51:15 Std und belegt einen hervorragenden 13. Platz.

Team SVG
Km 31 - Teamrennen oder Teamfight?  Eric setzt zum Überholvorgang an.
Km 31



Km 36

Km 41,8 - Anspannung

Km 41,8 - Entspannung

Km 41,8 



Zwei Finisher - zwei Sieger!

Dienstag, 25. Oktober 2016

Xterra World Championships - 25. AK-Platz für Marco Weisbecker

Natur trifft Naturkörper - nur die kurze Hose stört!

Xterra World Championships 2016: Sebastian Kienle, Zweitplatzierter des Ironman Hawaii, am Start - Ben Hoffmann, Viertplatzierter, am Start - Marco Weisbecker aus Bad Orb am Start.
Während Kienle und Hoffmann nur kurz von Big Island nach Maui rüberfliegen mussten, hatte Weisbecker eine mehrere tausend Kilometer lange Anreise hinter sich. Ziel: den atemberaubendensten Wettkampf des Planeten in paradiesischer Natur zu bestreiten. Während sich die deutsche Bevölkerung mit dicker Jacke durch den Alltag kämpft, durfte sich Weisbecker halbnackt in knüppelengen Deutschaland-Einteiler mit 750 Athleten über 1,5 km Pazifikschwimmen, 32 Kilometer Mountainbike und einem 10,5 Kilometer-Lauf an die Startlinie stellen.
"Der deutsche Ausdauersportler kann sich nicht vorstellen, in welch paradiesischer Natur dieser Wettkampf eingebettet ist. Dazu diese subtropische Wärme, die Sonne, das Licht, das Meer - es ist unbeschreiblich schön." schwärmte Weisbecker schon vor dem Rennen.
Weisbecker entstieg dem sehr welligen und 26 Grad warmen Pazifik-Aquarium, diesmal auch wieder ohne Haibegegnung, nach 34:58 Minuten.


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Aufgrund des Regens in den Tagen zuvor, wusste Weisbecker, dass die Radstrecke mit dem Mountainbike nicht einfach werden würde.
"Schon nach 5 Kilometer war ich total mit hawaiianischen Schlamm eingesaut. Leider hatte ich viele Kettenklemmenr und Überspringer und musste sehr oft das Rad schieben", so Weisbecker.
Auf den 32 Kilometer arbeitete sich Weisbecker Platz um Platz nach vorne und benötigte kraftraubende 2:57 Std. für die MTB-Strecke. Wie schon dieses Jahr zu erkennen war, hat Weisbecker seine Lautstärke kontinuierlich ausgebaut und fegte nun auf den folgenden 10,5 Kilometer über hawaiianische Hügel, Kurven und Anstiege über den Kurs. Mit erhobenen Armen und sichtlich zufrieden, gesund das Ziel erreicht zu haben, durchlief Weisbecker unter tobendem Applaus nach 4:29:36 Std. das Ziel.
"Mein Lauf war sehr gut, ich war nur 6 Minuten langsamer als der Zweitplatzierte und hatte die 6. schnellste Zeit in meiner Altersklasse."


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Sebastian Kienle und Ben Hoffmann erreichten auf Platz 16 und Platz 7 relativ entspannt das Ziel und zeigten mit ihrer Leistung, dass man Triathlon auch einfach nur machen kann ohne vordere Platzierungen im Blick zu haben. Marco Weisbecker belegte in seiner Altersklasse den sehr guten Gesamtplatz 25 und wurde in der Overall-Wertung 250-igster.
"Jetzt ist erst mal Pause. Am Wochenende schaue ich mir den Frankfurt-Marathon an mit unseren Läufern Metzler und Rainer. Dann werde ich mich auf die Sofa- und Chipsphase für 6 Wochen freuen", so Weisbecker.